Privatdetektiv Mitarbeiterüberwachung

Man darf Mitarbeiter nur unter sehr strengen Voraussetzungen überwachen. Heimliche Observationen greifen in das allgemeine Persönlichkeitsrecht eines jeden Bürgers und bedarf vorab einer intensiven Analyse hinsichtlich eines konkreten Tatverdachtes.

Es sollte als aller letztes Mittel in Erwägung gezogen werden, wenn konkrete Umstände einen Tatverdacht nicht ausschließen lassen, wie zum Beispiel: Wenn Ihr Mitarbeiter eine Straftat oder gravierende arbeitsvertragliche Verstöße begangen hat. 

VORSICHT! Bloße Verdächtigungen sind gerichtlich nicht verwertbar, es müssen konkrete Hinweise vorliegen! Der Mitarbeiter muss Objektiv gesehen zum engen Kreis der Verdächtigen zählen. Beim Einsatz durch einen Detektiv muss zudem die Verhältnismäßigkeit als gewahrt gelten, und angemessen sein. Sollten obig genannte Voraussetzungen erfüllt sein dann gilt der Detektiveinsatz als Rechtmäßig anzusehen. Bedenken Sie bitte, sollten diese Bedingungen nicht erfüllt sein, und sie setzen dennoch einen Privatdetektiv einsetzen, kann es auch nach hinten los gehen, der  betroffene Mitarbeiter kann rechtliche Schritte gegen Sie geltend machen und das kann teuer werden! 

Anders ist es wenn ein Supermarkt oder Kaufhaus in der Regel Detektive einsetzt, um Ihren Verlust zwecks Kundendiebstahl zu reduzieren. Bei dieser Konstellation des Detektiveinsatzes gilt der Einsatz als gerechtfertigt und die Mitarbeiter müssen den Detektiveinsatz dulden. Jedoch unterliegen Sie als Arbeitgeber der Pflicht, Ihrem Personal über den Einsatz zu informieren. Es sollte dabei nicht zu einer „unbeabsichtigten“ Überwachung Ihres Personals kommen !

FAZIT: Ein Arbeitgeber der einen Detektiv einschaltet, ist ein sehr einschneidendes Ereignis dies muss, und sollte daher immer das letzte Mittel der Wahl sein.

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